Francisco Guerra Tananta

Mitbegründer von ACELPA

Francisco Guerra Tananta ist in 1962 Tamshiyacu geboren. Als Mitglied einer großen Familie erlebte er den Zerfall der Familie und der Gemeinschaft durch moderne Einflüsse. Neben seiner Arbeit setzte er sich einige Jahre komunalpolitisch für Tamshiyacu ein.

Als ein Kind des Waldes hat er sein Wissen vor allem seinen Eltern zu verdanken, die 11 Kinder mit den Erträgen ihrer landwirtschaftlichen Aktivitäten studieren lassen konnten.

Francisco hat erlebt, wie sich die Lebensgewohnheiten der Menschen wandelten – wie unter dem Einfluss amerikanischer Fernsehserien das alltägliche Leben am Amazonas sich wandelte. Er beklagt eine Abhängigkeit der Menschen vom Geld, weil sie sich so sehr daran gewöhnt haben, Produkte aus dem Laden zu konsumieren.

Ein Gefühl von Armut macht sich breit – obwohl der Regenwald über unglaubliche Schätze verfügt, die lediglich brach liegen.

Diese Schätze sind auf dem Kapitalmarkt begehrt. So verfügt Peru über Metallerze wie Kupfer, Zink, Blei, Kadmium, Eisen, über Erdöl, Gas und Edelmetalle wie Gold und Silber.

Der Regenwald-Boden ist nicht für die Industrie geeignet

Durch den Abbau der Bodenschätzen durch ausländische Investoren wird das Land Peru seiner Bodenschätze beraubt, die Lebenswelt der Indios und Mestizen wird zerstört. Trotz Bodenstudien, die beweisen, dass der Regenwaldboden nicht für industrielle Landwirtschaft geeignet ist, werden große Flächen abgeholzt.
Gleichzeitig entsteht durch gezielte Hilfsmassnahmen der UNO und der WHO eine Abhängigkeit und Assistenzhaltung der Menschen am Amazonas.

Landenteignung, verunreinigte Flüsse, Bleivergiftungen der Menschen, Krankheiten durch Wasser- und Luftverschmutzung und unwiederbringliche Zerstörung von Quellgebieten und Ackerland für nachfolgende Generationen sind die unerbittliche Konsequenz.