Wieso Menschen ihr Paradies verkaufen wollen

Diese Sache mit Eva …

Iquitos, Tamshiyacu – weit ab der modernen Welt verbinden Wasserwege die Städte, Dörfer und Gemeinschaften. Von der Lebenswirklichkeit näher an Ecuador und Brasilien, verbindet die Amazonasbewohner das Gefühl von der Welt vergessen und benachteiligt zu sein. Eines haben die Bewohner alle gemeinsam: sie können das Paradies nicht verlassen oder nur sobald sie ‘Geld’ haben. Bis dahin spielt der Fernseher, der seit 40 Jahren am Amazonas Platz genommen hat, das westliche Leben vor, welches sie sich so sehr wünschen selbst leben zu dürfen.

Willige Vollstrecker finanzieller Interessen

Weisheitstraditionen, die von der Kirche als primitiv beurteilt wurden, die ihnen ‘ausgetrieben’ wurden, erscheinen den Bewohner von Tamshiyacu selbst heute als rückständig. Sie wehren ihr reiches Kulturerbe und und ihre spirituellen Wurzeln ab. Frustration und ein tiefes Gefühl der Benachteiligung sind die Folge. Sie werden zum willigen Vollstrecker finanzieller Interessen.

Um auf der sozialen Leiter hochzuklettern, zerstören sie ohne zu Wissen die natürliche Basis ihres Lebens. Um ihre Lebenswirklichkeit zu verlassen, sind sie bereit sich von der metaphorischen Schlange verführen zu lassen. Sie verkaufen ihre Lebensgrundlage für die Erkenntnis, dass sie dadurch ihr Paradies verlieren.