Angelika Maria Kotzur

Gründerin der Initiative “El Puente Brücke Europa-Peru e. V.” in Deutschland und Mitbegründerin von “El Puente de la Amistad ACELPA”

Der Wald in meinen Augen

Die Strukturen eines Blattes, die das Netz bilden, das Fläche Halt gibt. Die Organisationsform des Waldes ‒ miteinander für mehr. Das können Menschen vom Wald lernen.

Eine lebenswerte Welt

Im Grunde genommen lassen sich die menschlichen Bedürfnisse auf Weniges reduzieren – Frieden, Zugehörigkeit und Fülle. Überall auf der Welt. Wie oft zerstören persönliche, religiöse und politische Kriege alles, was dem Menschen wichtig ist?

Mich persönlich beschäftigt die Frage, wie wir es schaffen können, dass unsere Kinder in einer lebenswerten Welt aufwachsen können. Erde und Wasser müssen heute schon gekauft werden. Stück um Stück wird uns der Zugang zu den natürlichen Ressourcen des Lebens verbaut. Manchmal denke ich darüber nach, wenn ich all die Asiaten mit ihrem Mundschutz sehe, wie lange es wohl dauert, bis wir uns auch noch Luft kaufen müssen …

Was würde sich verändern, wenn wir davon ausgehen würden, dass das persönliche Wohl und das gemeinschaftliche Wohl sich gegenseitig bedingen?

Wie wäre es, wenn wir in Freundschaft verbunden das eigene Wohl UND das des Anderen im Auge und im Herzen tragen?

Wie viel mehr könnten wir erreichen, wenn wir statt Euros das Gemeinwohl und den respektvollen Umgang mit dem Leben in all seinen Formen pflegen würden?

Ich dachte in den Tagen, in denen ich an der Website arbeitete, immer wieder an die Gratisproduktivkraft Mütterlichkeit ein Schlagwort meiner Studienzeit vor mehr als 30 Jahren. Damals entstand etwas Bewusstsein darüber, dass dies eine wenig beachtete und wertgeschätzte Eigenschaft des Weiblichen ist. Bis ins Tierreich können wir die Fürsorge des Mütterlichen beobachten. Diese Fähigkeit auszugleichen, zu erneuern, zu pflegen … und so vieles mehr.

Ich habe den Eindruck, dass es genau diese Kraft ist, die den Wald in seiner Artenvielfalt vereint. Das Sehen, wie die Natur aus dieser Gratisproduktivkraft des Waldes überdimensionale Pflanzen und Früchte entstehen lässt, versetzt in Erstaunen und Entzücken.

Der Wald hält so eine Fülle an Wissen über das Leben. Viele Besucher von Moteloy lernen staunend vom Wald und seiner Medizin.

So wie die Menschen vom Amazonas gern bereit sind, ihr Wissen mit Menschen aus dem Westen zu teilen, ist auch andersherum viel Bereitschaft da, beizutragen, um gemeinsam Wege zu finden, die uns helfen, eine lebenswerte Welt für alle zu schaffen.

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